Apolonov arhajski torzo, Rilke

by Vertebrata

Apolonov arhajski torzo

Za glavu čuo nije nitko
ni oko zrelo se ne žari,
al trup zato dobro stari,
prati, gleda, nikad plitko,

tek suzdržano. Jer grud stara
kako te je takla, smiješak zaigrao
čim pogled ti na prazno pao,
tamo niže gdje se život stvara.

Inače sve samo sirov bi kamen
pod ramenom bio, zbiti grumen,
a ne svjetlucav ko grabljivice krzno;

i bio ne bi svud gdje gledaš
kao zvijezda: ta mjesta na njem nisi pozno
koje ne vidi te. Svoj život promijeniti moraš.

 

Male torso, marble (perhaps Parian), from the island of Miletos, “Severe” early classical style. c 480-470 BC. The Louvre, Paris

 

ARCHAÏSCHER TORSO APOLLOS

Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt,
darin die Augenäpfel reiften. Aber
sein Torso glüht noch wie en Kandelaber,
in dem sein Schauen, nur zurückgeschraubt,

sich hält und glänzt. Sonst könnte nicht der Bug
der Brust dich blenden, und im leisen Drehen
der Lenden könnte nicht ein Lächeln gehen
zu jener Mitte, die die Zeugung trug.

Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz
unter der Schultern durchsichtigem Sturz
und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle;

und bräche nicht aus allen seinen Rändern
aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle,
die dich nicht sieht. Du musst dein Leben ändern.

“Dedicated to my great friend, Auguste Rodin”
from Neue Gedichte, 1908

Rainer Maria Rilke

“Naredba iz kamena” Peter Sloterdijk, Svoj život promijeniti moraš. Peščanik

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